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Lauf Forrest, lauf!

Joggen ist eine äußerst effektive und nützliche körperliche Übung.

Forrest Gump lief schätzungsweise 15248 km, fünfmal durch Amerika, bevor er sich entschied, nach Hause zurückzukehren. Es ist sicherlich alles andere als notwendig, genau so viel wie Forrest zu laufen. Doch Joggen zu gehen wäre doch eine großartige Idee! Oder?

Regelmäßiges Joggen beeinflusst unsere Physiologie, unser Denken und unser Selbstwertgefühl. Das ist längst von der Wissenschaft bestätigt! Gehen wir mal in die Tiefe.

"Wenn du stark sein willst - lauf,
wenn du schön sein willst - lauf,
wenn du klug sein willst - lauf!"

Wir werden weniger nervös und besorgt
Laufen kann helfen mit Stress umzugehen und Angstzustände zu überwinden. Kein Wunder, dass Forrest mit dem Rennen einfach nicht aufhören konnte! Läufer schlafen besser und sogar bei Schlafstörungen wird regelmäßiges Joggen empfohlen. Beim Laufen werden wir von Problemen und gewohnheitsmäßigen Gedanken abgelenkt. Aber wie geht das?

Erstens hilft uns das Hormon Kortisol, das bei Stress freigesetzt wird, besser zu laufen, indem es unseren Blutzucker stabil hält.

Zweitens beruhigt uns das Joggen auf Gehirnebene - die Gama-Amino-Buttersäure-Spiegel, der Neurotransmitter für Frieden und Ruhe, nehmen zu und Hormone die mit Stress verbunden sind, werden ausgeschaltet.

Drittens beruhigt das Laufen nicht nur den Kopf. Wenn wir an „Nerven“ denken, stellen wir uns das Gehirn vor, oder? Es gibt aber auch ein peripheres Nervensystem. Es beeinflusst die Arbeit der inneren Organe.
Ständige Beanspruchung kann zu einem Ungleichgewicht in der Funktion führen. Daher fühlen wir uns entweder ständig nervös oder umgekehrt schwach und apathisch. Der Prozess des Rennens beruhigt auch das periphere Nervensystem.

Wir fühlen uns glücklicher!
Die Überwindung beim Joggen gibt dem Gehirn neurochemische "Belohnungen" - Endorphine und Endocanabinoide. Das sind unsere inneren Medikamente, die Glück und Schmerzlinderung bringen. Die sind für die hohe Euphorie, die wir nach einer intensiven Übung spüren zuständig!

Sowohl die Bewegung selbst als auch das Erreichen von Trainingszielen geben dem Gehirn einen Vermittler von Freude und Belohnung - Dopamin. Und das Verlangen nach der Dopamin-Belohnung, bringt uns immer wieder zum Joggen!

Laufen im Freien fördert die Freisetzung von Serotonin, was uns aufgeregt und glücklich macht. Ein Mangel an Serotonin ist mit einer klinischen Depression, einem Kraft- und Stimmungsverlust beim prämenstruellen Syndrom verbunden. Depressionen können nicht immer durch Laufen überwunden werden, aber Läufer entkommen eher!

Nicht weniger wichtig ist, dass Menschen, die Sport treiben und insbesondere joggen gehen, ein besseres Sexualleben haben. Dies ist sowohl auf ein hohes Selbstwertgefühl und eine gute körperliche Verfassung als auch auf die positive Wirkung des Laufens auf die Hormone zurückzuführen.

Wir denken klarer, auch wenn wir älter werden!
Untersuchungen zeigen, dass Laufen das Überleben von Nervenzellen im Gehirn fördert. Laufen reduziert oxidativen Stress und verlangsamt die Alterung des Gehirns.
Läufer haben bessere Verbindungen zwischen Gehirnregionen, die an Planung, Entscheidungsfindung, Gedächtnis und Multitasking beteiligt sind. Und je mehr wir rennen, desto stärker ist dieser Effekt.

Wir werden gesünder
Joggen ist gut, um das Herz zu trainieren und das Risiko eines Herzinfarkts zu verringern. Bei regelmäßiger Bewegung verbessert sich die sogenannte kardiovaskuläre Anpassung.

Die Gelenke der Beine sind beim Laufen erheblichen Belastungen ausgesetzt. Wenn man jedoch mit Bedacht trainiert, die richtigen Schuhe auswählt und auf die Technik achtet, ist Laufen gut für die Gelenke, insbesondere für Menschen mit Arthrose.