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Sauer oder basisch? 
Auf die richtige Balance kommt es an.

5 Tipps zur Entsäuerung deines Körpers mit Gesundheitsexpertin Mira Flatt von fayo.

Von Mira Flatt

Haben wir alle schon gehört, doch was ist eigentlich diese Säure-Basen-Balance nochmal genau? Stress, Angst, Sorgen, eine flache Atmung, zu wenig körperliche Bewegung, übermäßig viel Sport und die falsche Ernährung können den Körper übersäuern und spielen gleichzeitig eine entscheidende Rolle bei der Beantwortung der Frage - wie kann unser Körper die ungesunde überschüssige Säure wieder loswerden?

"Für eine ausgeglichene
Säure-Basen-Balance
ist es wichtig,
regelmäßig Bewegung
in den Alltag einzubauen."

Mit einer Säure-Basen-Balance ist unser pH-Wert gemeint. Wir sind immer beides - sauer und basisch. Problematisch wird es nur, wenn ein Ungleichgewicht entsteht und zu viele Säuren bzw. zu wenige Basen vorhanden sind. Um optimal zu funktionieren, ist jeder Teil unseres Organismus auf einen bestimmten pH-Wert ausgelegt. Auf der pH-Skala von 0, sauer bis 14, basisch. Herrscht ein Ungleichgewicht im Körper, wirkt sich das deutlich auf unser Wohlbefinden aus, denn unter anderen wichtigen Vorgängen werden der Nährstofftransport und unser Hormonhaushalt durch eine Übersäuerung beeinträchtigt.

1. Vollwertig pflanzlich ernähren

“Du bist, was du isst” - denn das, was wir essen, wird im Körper entweder sauer oder basisch verstoffwechselt. Doch aufgepasst, eine Zitrone schmeckt zwar sauer, wird aber vom Körper basisch verstoffwechselt. Allgemein gilt die Regel: Basische Lebensmittel sind Obst, Gemüse, Pilze, Salate, Sprossen, Vollkornreis und einige Nüsse. Starke Säurebildner sind vor allem tierische Produkte wie Fleisch, Fisch und Käse, Zucker, Weißmehlprodukte, Kaffee und Alkohol. Aber auch pflanzliche Eiweißlieferanten wie Getreide und Hülsenfrüchte gelten als “gesunde” Säurebildner, die wir allerdings im Gegensatz zu den zuvor genannten, unbedingt für ein gesundes Mikrobiom brauchen. 

2. Richtig Atmen

Über unsere Ausatmung scheiden wir Säuren in Form von Kohlendioxid aus unserem Organismus aus, mit der Einatmung werden unsere Zellen mit frischem Sauerstoff versorgt. Eine flache und unbewusste Atmung ist also absolut kritisch für unsere Säure-Basen Balance im Körper. Achte ab sofort auf viel frische Luft und eine tiefe und vollständige Ein- und Ausatmung. Wenn du Yoga praktizierst, wirst du den Unterschied kennen. Spüre in dich hinein und schaffe Raum für deine innere Balance auf allen Ebenen.

3. Faszien Rollmassage

Mit Faszienrollen bewegen wir Zellzwischenflüssigkeiten und streichen das Bindegewebe, unsere Faszien aus- neutralisierte Säuren, die nicht ausgeschieden werden können, lagern sich nämlich genau dort in unserem Bindegewebe ab. Spannungszustände in Muskeln und verklebte Faszien können die Folgen sein. Um diese übersäuerten Muskeln — beispielsweise auch beim Muskelkater — wieder zu lockern und das Bindegewebe zu durchbluten, eignet sich eine ausgiebige Faszien-Rollmassage. Durch das Abrollen der einzelnen Muskeln und des Bindegewebes werden die abgelagerten Schlacken über die Lymphbahnen und die Zwischenzellflüssigkeit besser abgetragen und der Körper bei der Entsäuerung unterstützt. 

4. Anti-Stress-Routinen

Neben vielen weiteren negativen Auswirkungen von chronischem Stress sorgen besonders unsere Stresshormone dafür, dass der normale Stoffwechsel aus der Balance gerät. Spüren können wir es oft durch eine gestörte Verdauung, extreme Müdigkeit und durch ein verändertes Hautbild, denn auch die Entgiftungsorgane leiden unter dem Dauerstress. Die logische Konsequenz sollten Stressabbau und ausreichend Schlaf sein, denn ohne sie können körpereigenen Regenerationsprozesse nur eingeschränkt stattfinden. Kurze mini Auszeiten über den Tag hinweg können dabei schon die Lösung sein. Öffne das Fenster und atme tief durch, gönne dir ein paar Minuten deiner Lieblingsmusik und erlaube dir immer häufiger, den Dingen nachzugehen, die dich begeistern! 

5. Faszien Yoga

Für eine ausgeglichene Säure-Basen-Balance ist es wichtig, regelmäßig Bewegung in den Alltag einzubauen. Eine tägliche Yogapraxis kann dabei helfen, den inneren Arzt zu aktivieren und wieder zu spüren. Denn im Yoga geht es weit über eine rein körperliche Praxis hinaus. Du hast die Chance, durch Yoga zu lernen, die Sprache des Körpers wieder zu verstehen. Das Besondere am Faszien Yoga ist die Wirksamkeit im Tiefengewebe, wo oft auch emotionale Spannungen und Blockaden sitzen, die ebenfalls für ein Ungleichgewicht im Körper sorgen. Ergänzend zur basischen Ernährung für besonders stressige Zeiten oder als Booster für deine Gesundheit kannst Du Vitalstoffe einnehmen, die deine innere Balance ebenfalls unterstützten.
Hier eines meiner Lieblingsrezepte, schnell zubereitet! 

Basische Spargelcremesuppe
Um überschüssige Säuren zu neutralisieren!

Für 4 Personen

Zutaten:
500 g weißer Spargel
1 Gemüsezwiebel
2 Knoblauchzehen
2 EL Olivenöl
750 ml Gemüsebrühe
250 ml Soya Cuisine (oder andere pflanzliche Alternative)
Frischer Dill
Saft einer 1/2 Zitrone 

Zubereitung:
Spargel schälen und in Stücke schneiden, Zwiebel und Knoblauch schälen und in kleine Würfelchen schneiden, Dill fein hacken. In einem Topf das Öl heiß werden lassen und die Zwiebel und Knoblauch hinzugeben. 3 Minuten anrösten und die Spargelstücke hinzugeben.
Mit der Gemüsebrühe ablöschen und für 10 Minuten köcheln lassen Zitronensaft, Sojacuisine und gehackten Dill hinzugeben und für weitere 5 Minuten köcheln lassen.

"Unsere Stresshormone
sorgen dafür,
dass der normale
Stoffwechsel aus
der Balance gerät."

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